Kinderrechteschule
Kinderrechteschule - Was bedeutet das?
Wir als Grundschule Lütau haben uns mit Unterstützung von UNICEF Deutschland auf den Weg zur Kinderrechteschule gemacht.
Was haben wir vor? Wir als Schule haben uns das Ziel gesetzt, uns in Zukunft verstärkt mit den Kinderrechten auseinander zu setzen und diese nicht nur im Unterricht zu behandeln, sondern auch im Schulalltag zu leben. Dabei werden wir an unterschiedlichen Schwerpunkten arbeiten.
Wie läuft das Ganze ab? Die gesamte Schulgemeinschaft (Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, OGS etc.) durchläuft in den kommenden Monaten ein mehrstufiges Training, das über alle wichtigen Kinderrechte und die UN-Kinderrechtskonvention informiert und wertvolle Unterrichtsschwerpunkte und Aktionen zum Thema entwickelt. Entsprechend werden wir dann gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern vermehrt an den Inhalten des jeweiligen Meilensteins arbeiten.
Weitere Informationen zu dem Programm und den Meilensteinen finden Sie hier.
Meilienstein 2 - Beteiligung
Von Januar bis April 2024 war Schwerpunkt der Fortbildung das Thema Beteiligung. Dieser geht auf einen zentralen Baustein der Kinderrechte ein:
Meinung und Willen des Kindes sind wichtig:
Kinder müssen ernst genommen und respektiert werden. Wenn Erwachsene eine Entscheidung treffen,
die Kinder berührt, müssen die Kinder ihrem Alter und ihrer Reife gemäß mit einbezogen werden.
Quelle: UNICEF: Elterninformationen Kinderrechteschulenprogramm
Das bedeutet, dass wir als Schule uns damit befassten, wie und an welchen Stellen im Schulalltag die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen einbringen können. Dazu gehörte aber auch, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu reflektieren, wie mit ihren Ideen umgegangen wird. In der Schülerumfrage haben z. B. 53 von 126 Schülern angegeben, dass Erwachsene sie nicht fragen, was sie in der Schule besser machen würden; nur 78 von 126 Kindern gaben an, dass sie Wünsche und Ideen benennen dürfen. In diesem Rahmen nahmen wir unter Anderem unseren Klassenrat einmal genauer unter die Lupe. Wir untersuchten, wie mit den Wünschen und Ideen des letzten Jahres umgegangen wurde, denn nicht jeder Kinderwunsch ist ein realistischer Wunsch.
Sie möchten uns auf dem Weg zur Kinderrechteschule oder bei der Umsetzung der Kinderideen unterstützen? Dann nehmen Sie gerne über das Sekretariat Kontakt auf.
Meilenstein 3 – Vielfalt und Antidiskriminierung
Von Mai bis September haben wir uns an der Schule mit Meilenstein 3 befasst. In diesem ging es um die Wertschätzung von Vielfalt und die Prävention von Diskriminierung.
Während wir in den LLL-Stunden untersucht haben, welche unterschiedlichen Lernbedürfnisse und Herausforderungen vorliegen können und wie Kinder andere Kinder mit Lernschwierigkeiten unterstützen können, haben wir den Klassenrat und Sachunterricht genutzt, um über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu sprechen.
Nach den Sommerferien haben wir einen besonderen Fokus auf das Kennenlernen der neuen Klassen gelegt: Wer gehört dazu? Was kann er/sie Besonderes? Welche gemeinsamen Interessen hat er/sie? So konnten die Schülerinnen und Schüler sich schnell in ihren neuen Klassen zurechtfinden.
Besonderes Highlight dieses Meilensteins war das Superkräftetraining Anfang Oktober.
Meilenstein 4 – Zwischenstand
Im Oktober konnten wir erstaunt feststellen, wie viel wir in den letzten Monaten bereits erreicht haben. Anschließend starteten wir direkt mit Meilenstein 5.
Meilenstein 5 – Gewaltprävention
Seit Anfang November beschäftigen wir uns mit Meilenstein 5. Dabei geht es um das Thema Gewaltprävention. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Umgang mit Meinungsverschiedenheiten und Konflikten.
In der Interaktion von Menschen treten Meinungsverschiedenheiten und Konflikte auf und das ist richtig und wichtig. Dabei stellt sich aber die große Frage: „Wie verhalte ich mich dabei?“ Das Verhalten in Konfliktsituationen müssen Kinder erst erlernen. Wir Erwachsene können Vorbild sein, ihnen aber auch Strategien beibringen und diese in Rollenspielen üben. Zusätzlich können Mediatoren nach einem Konflikt zur Lösung als Hilfe hinzugezogen werden.
Aktuell nutzen wir in der Grundschule Lütau das Stopp- und SÄM-Konzept (dreischrittige Ärgermitteilung), haben Konfliktlotsen und zusätzliche Unterstützungsangebote durch die BuRg. Auch im Klassenrat haben die Schülerinnen und Schüler Raum, um über Konflikte zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Genau diese Konfliktlösestrategien üben wir aktuell in der Schule.